Zwei Vereine feierten wieder zusammen

Beim Königsball der Kirchheimer und Rohrbacher Schützen gabe es einen wahren Ehrungsreigen – Martin Ehrbar ist der König

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Von Werner Popanda    

Kirchheim/Rohrbach.
Schon vor zwei Jahren wurde Martin Ehrbar Schützenkönig des Kirchheimer Schützenvereins 1906. Nun stellte er sich der CDU-Stadtrat erneut als überaus treffsicher heraus und errang diesen Titel erneut. Dafür wurde er im Kirchheimer Restaurant „Goldene Rose“ nun ebenso geehrt wie sein Pendant Klaus Hofmann von der Schützen-Gesellschaft 1924 Rohrbach.
Ehrbar als 1. und 2, Ritter zur Seite stehen Volker Jantzen und Florian Sauter, der sich noch dazu über den Königspokal 2015 freuen durfte. Bei Hofmann heißen die Ritter Sascha Henny und Christian Kugel. Bei den Schützendamen hatte in Kirchheim Irmgard Hirth die Zielscheibe am genauesten ins Visier genommen. Bärbel Gieser und Barbara Glatting folgten ihr dichtauf und können sich nun 1. und 2. Dirndl nennen.

Glatting gewann zugleich den Wettbewerb um die Diana-Trophäe 2015.
Die Konkurrenz um den Jugendkönig oder besser: die Jugendkönigin plus dem entsprechenden Pokal, entschieden in dieser Reihenfolge Alisha und Eileen Fassl für sich.

Neue Schützenliesel in Rohrbach ist Dorina Mohr, 1. Dirndl Natalie Sommer und 2. Dirndl Martina Hofmann. Beim Schießen auf die Ehrenscheibe erwiesen sich Christian Kugel, Klaus Hofmann und Sascha Henny als nicht zu bezwingen, beim Schießen um den Damenpokal Ilse Stief, Lucia Sommer und Ruth Wengerek.

Das Motto „Ehre, wem Ehre gebührt“ galt im Rahmen der gemeinsamen Königsfeier der beiden Vereine allerdings nicht nur den neuen Würdenträgern und Pokalgewinnern, sondern auf Kirchheimer Seite auch Peter Gieser und Hermann Eisinger, die aufgrund ihres verdienstvollen Vereinsengagements über Jahrzehnte hinweg zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft wurden von den Rohrbacher Schützen Gotthard Bodammer und Ralf Kaltschmidt gewürdigt, für gar 60 Jahre Vereinstreue Ernst Stief. Und weil Bodammer laut dem Rohrbacher Vereinsvorsitzenden Harry Mohr als Schriftführer für ihn „nicht mehr wegzudenken ist“, wurde diesem obendrein die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Also alles Friede, Freude, Eierkuchen mit Livemusik, Tanz und vielen Gesprächen an den gut besetzten Tischen? Nicht ganz, denn Mohr gab zu bedenken, dass das „Leben und Fortbestehen eines Vereins auf zwei Säulen beruht“. Zum einen auf der „Lebendigkeit und der Gestaltungskraft in der Bewältigung seiner Ziele“, zum anderen „auf der Treue seiner Mitglieder“.

Diesen klaren Appell an die Vereinstreue verband Kreisschützenmeister Bruno Winkler mit Dankes- worten an Ehrbar und Mohr, die „beide das Kunststück geschafft haben, historische Wurzeln und modernes Schützentum miteinander zu verbinden“. Dies stelle unter Beweis, dass „unser gelebtes Schützentum hierin Baden auch ein Stück Kulturgut ist, das wir uns nicht nehmen lassen.

Nicht außen vor lassen wollte Winkler „schützenspezifische Probleme“ wie „Bedürfnisprüfung und Zuverlässigkeit“. Um diese zu bewältigen, müsse „jeder Einzelne von Euch im Schützenverein aktiv werden“. Konkret bedeute das, den Kontakt zu den Schützenschwestern und -brüdern zu suchen, die man nicht so oft im Schützenhaus sehe, und über die Problemthemen zu informieren.

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

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